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In Deutschland verfügen wir über einen stetig wachsenden Wildbestand in unseren Wäldern. Was des einen Freud, ist dabei des anderen Leid. So schön es auch sein mag, dass Rehe, Hirsche und Co. sich hier wohlfühlen, so darf man dennoch nicht die negativen Auswirkungen vergessen. Die Tiere fressen Sträucher und Bäume an und machen auch vor Ackerkulturen und zukünftigen Weihnachtsbäume nicht Halt. Der durch Verbiss- und Fegeschäden verursachte Rückgang der Pflanzen führt zu einem Wertverlust. Die Aufforstung ist mit teils erheblichen Mehrkosten verbunden. Daher ergibt es Sinn, den wertvollen Baum- und Pflanzenbestand mit einem Rehzaun zu schützen.

Verschiedene Bestimmungen für Rehzäune

Sogenannte Wildzäune sind nicht genehmigungspflichtig. Dennoch sind die Bestimmungen des Waldgesetzes, des Naturschutzrechts sowie des Baurechts zu berücksichtigen. Diese können von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sein. Hier sollte man sich unbedingt vorher erkundigen. Wenn die gesetzlichen Voraussetzungen gegeben sind, stellt sich als Nächstes die Frage, gegen welche Art von Wild der Zaun schützen soll, denn je nach Tierart sind unterschiedliche Höhen beim Wildzaun erforderlich. Während für Wildschweine eine Höhe von 1,20 Meter ausreichend ist, müssen es bei Rehen schon 1,60 Meter sein. Hirsche hingegen werden erst bei einer Höhe von etwa 2,00 Metern zuverlässig abgehalten. Ist dies geklärt, dann kann man entscheiden, welchen Rehzaun man aufstellen möchte, denn es gibt verschiedene Wildzauntypen.

 

Die Zaun-Art

Am häufigsten kommt der klassische Pfahlzaun vor. Hierbei werden Pfähle aus Holz, Kunststoff oder Metall in den Boden gesetzt und mit einem Zaungeflecht verbunden. Eine attraktive Alternative dazu bildet der Hordengatter, bei dem die einzelnen Zaunelemente zusammengenagelt werden. Bei Bedarf lassen sie sich ohne großen Aufwand ergänzen oder reparieren. In alpinen Gebieten werden häufig sogenannte Tragseilzäune genutzt. Hier erfolgt die Umzäunung mit stabilen Stahlseilen, die von Bodenankern im Boden gehalten werden. Und schließlich dienen oftmals Elektrozäune als Rehzaun. Sie haben gegenüber den anderen Varianten den Vorteil, dass sie in zweifacher Hinsicht Schutz bieten. So stellen nicht nur die Weidezaun- und Signalbänder ein optisches Hindernis dar, sondern zusätzlich erhalten die Wildtiere bei Berührung einen leichten Stromschlag, der zwar nicht schädlich, aber unangenehm für sie ist. Die Versorgung mit Strom erfolgt entweder über ein 12-Volt-Weidezaungerät oder über ein 230-Volt-Weidezaun-Netzgerät sofern möglich.

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Der Aufbau eines Zauns für Rehe

Hat man sich nun für die Art des Zaunes, den man aufstellen möchte, entschieden, so kann man mit den Vorbereitungen für den Aufbau des Rehzaunes beginnen. Als Erstes muss man den Verlauf der Einfriedung bestimmen, denn daraus errechnet sich der Materialbedarf und damit die Kosten. Allgemein wird ein Pfostenabstand von drei bis vier Metern empfohlen. Je nach Länge des Zaunes benötigt man also entsprechend viele Pfosten. Dazu kommen Draht und eventuell benötigtes sonstiges Zubehör. Sämtliches benötigtes Material, wie zum Beispiel das Wildzaun-Knotengeflecht, findet man etwa im mr-shop. Ist dann alles an Ort und Stelle, werden zuerst die Pfosten gesetzt. Diese sollten 60 bis 80 Zentimeter tief im Boden vergraben und mit Streben gesichert werden, da auf ihnen die gesamte Zuglast liegt. Nun kann man damit beginnen, das Knotengeflecht mit Krampen an den Pfosten zu befestigen, wobei die Anfangs- sowie Endpfosten möglichst doppelt verkrampt werden sollten. Bei den Zwischenpfosten sollten die Krampen etwas lockerer gesetzt werden, damit notfalls ein Nachspannen möglich ist. Hat man sich anfangs für einen Elektrozaun entschieden, so muss natürlich die Stromversorgung noch sichergestellt werden. Dabei ist unbedingt auf eine Erdung zu achten. Abhängig von den zu schützenden Pflanzen und dem Wildbestand bleibt der Schutzzaun unterschiedlich lange stehen. Wird er nicht mehr benötigt, so sollte er nicht einfach stehen gelassen, sondern auf jeden Fall abgebaut werden.