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Jens Beckmann sitzt in einem Raum

Interview Jens Beckmann

Wie alles begann – und was daraus geworden ist 

Seit 2017 existiert der Maschinenring Westfalen-Lippe nun schon. Doch wie hat eigentlich alles angefangen? Und wie ist aus einer Idee Schritt für Schritt ein wachsendes Unternehmen entstanden? Wir haben Jens Beckmann gefragt und ihn gebeten, uns seine Geschichte zu erzählen. 

Hallo Jens! Bevor wir auf die Entstehung des MRWL eingehen, erst einmal zu dir persönlich. Würdest du dich uns kurz vorstellen? 

Guten Tag! Das mache ich natürlich gerne. Mein Name ist Jens Beckmann, ich komme aus Hörstel und bin auf einem Bauernhof aufgewachsen, den inzwischen mein Bruder übernommen hat. Die Landwirtschaft hat mich schon früh interessiert und begleitet. Deshalb habe ich zunächst eine Ausbildung zum Landwirt gemacht. Anschließend habe ich eine Ausbildung zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel absolviert und danach mein BWL-Studium erfolgreich abgeschlossen. Beruflich war ich anschließend einige Jahre in einem Betrieb für Entsorgungs- und Speiseabfälle tätig und habe danach mehrere Jahre im Einkauf und Verkauf im Futtermittelhandel gearbeitet. 
Den Maschinenring habe ich bereits während meines Zivildienstes kennengelernt, den ich damals bei meinem örtlichen Maschinenring abgeleistet habe. Diese Zeit ist mir sehr positiv in Erinnerung geblieben. Einige Jahre später ergab sich dann die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden – und so nahm alles seinen Lauf und schließlich entstand der Maschinenring Westfalen-Lippe

Jetzt sind wir natürlich sehr gespannt: Wie genau hat alles angefangen? 

Der Maschinenring Westfalen-Lippe ist im September 2017 entstanden. Ich weiß noch genau, wie ich damals vier Ordner in die Hand gedrückt bekommen habe und laut vor mir her gesagt habe: „Na dann mal los.“ Die Chance, ein Unternehmen praktisch aus dem Nichts aufzubauen, hat mich einfach gereizt. Am Anfang ging es erst einmal um ganz grundlegende Dinge. Ich habe mich in den ersten Tagen vor allem mit organisatorischen Aufgaben beschäftigt – zum Beispiel damit, Allgemeine Geschäftsbedingungen zu erstellen oder die ersten Strukturen aufzubauen. 
Den Vertrieb von Produkten habe ich zunächst über andere Wege versucht, zum Beispiel über Telefonvertrieb. Das war allerdings weniger erfolgreich als erhofft. Mir wurde schnell klar, dass noch ein langer Weg vor mir lag. 

Wann kam dann die Idee für den Onlineshop?

Die Idee entstand aus der Situation heraus. Ich habe gemerkt, dass wir einen anderen Ansatz brauchen. Also habe ich angefangen, über neue Möglichkeiten nachzudenken. Dann kam mir irgendwann der Gedanke: Warum nicht einen eigenen Onlineshop aufbauen? 
Damals war das im landwirtschaftlichen Umfeld noch längst nicht so verbreitet wie heute. Trotzdem war ich überzeugt, dass darin viel Potenzial steckt. Trotz einiger skeptischer Stimmen habe ich die Idee weiterverfolgt. Anfang 2018 sind wir dann tatsächlich gestartet – zusammen mit Shopware und gerade einmal 20 Produkten im Onlineshop. 

Wie ging es danach weiter? 

Nachdem der Shop gestartet war, musste ich mich zunächst um die passende Domain kümmern. Ich hatte mich schon ziemlich auf www.mr-shop.de festgelegt und habe dann versucht, diese Domain zu bekommen. Mit etwas Glück und einer erfolgreichen Ersteigerung hat das schließlich funktioniert. 
Das war damals ein schöner Moment – denn damit war der Grundstein für die Marke MR-Shop gelegt. Natürlich war damit die Arbeit noch lange nicht erledigt. Die ersten Monate waren geprägt von vielen kleinen Schritten: Produkte einstellen, Prozesse aufbauen, Kundenanfragen beantworten und versuchen, den Shop bekannter zu machen. 

Hattest du dabei Unterstützung? 

Am Anfang habe ich tatsächlich vieles alleine gemacht. Aber relativ schnell wurde klar, dass ein wachsendes Unternehmen nur mit einem guten Team funktionieren kann. 
Mit den ersten Bestellungen kam auch die nächste Herausforderung: Wo lagern wir eigentlich die Waren? Also haben wir ein erstes kleines Lager angemietet. Dort wurden die ersten Produkte eingelagert, verpackt und verschickt. Rückblickend war das ein sehr spannender Abschnitt, weil sich das Unternehmen in dieser Zeit Schritt für Schritt entwickelt hat. 
Mit steigenden Bestellungen kamen dann auch nach und nach die ersten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dazu. Jeder hat seinen Teil dazu beigetragen, dass das Unternehmen weiter wachsen konnte.

Wie hat sich das Unternehmen seitdem entwickelt? 

In den folgenden Jahren ist viel passiert. Das Sortiment wurde deutlich erweitert und immer mehr Kunden sind auf den MR-Shop aufmerksam geworden. Auch organisatorisch hat sich natürlich einiges verändert. Das Team ist gewachsen, Lagerflächen wurden erweitert und die Prozesse wurden immer weiter professionalisiert. 
Wenn man heute zurückblickt, ist es schon erstaunlich zu sehen, wie sich alles entwickelt hat – angefangen bei einem kleinen Büro mit vier Ordnern bis hin zu einem Unternehmen mit einem großen Sortiment und einem starken Team. 

Der MR-Shop ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Wie hat sich eigentlich das Produktsortiment entwickelt?

Das Sortiment hat sich tatsächlich enorm weiterentwickelt. Am Anfang lag unser Fokus vor allem auf Tanktechnik und Tankanlagen. In diesem Bereich sind wir gestartet und haben uns dort auch schnell einen Namen gemacht. Mit der Zeit kamen jedoch immer mehr Produktbereiche hinzu. Wir haben gemerkt, dass viele unserer Kunden nicht nur Tankanlagen benötigen, sondern auch andere Lösungen rund um Hof, Betrieb, Bau oder Gewerbe. So ist das Sortiment Schritt für Schritt gewachsen. Besonders stark entwickelt hat sich in den letzten Jahren der Bereich Zaunanlagen und Sichtschutzzäune. Dieser Produktbereich ist heute neben den Tankanlagen ein zentraler Bestandteil unseres Shops geworden. 
Ich erinnere mich noch gut an den Moment, als wir die ersten Zaunsysteme aufgenommen haben. Damals habe ich im Team gesagt: „Wenn wir das richtig angehen, kann daraus ein ganz eigener Bereich entstehen.“ Genau so ist es dann auch gekommen. Die Nachfrage ist stark gestiegen und wir haben das Sortiment immer weiter ausgebaut. Inzwischen sind daraus sogar eigene Marken entstanden: MR-Zaun als spezialisierte Marke für moderne Zaunsysteme und natürlich MR-Shop als übergeordnete Handelsmarke. Heute gehören die Zaunsysteme zu den wichtigsten Produktbereichen in unserem Sortiment – neben den klassischen Tankanlagen, mit denen alles begonnen hat. 

2024 gab es dann eine wichtige Veränderung: die Umfirmierung. 

Genau. Seit Anfang 2024 firmiert das Unternehmen offiziell unter dem Namen MR-Shop GmbH. Der ursprüngliche Name Maschinenring Westfalen-Lippe (MRWL) GmbH war zwar historisch gewachsen, aber relativ lang und stark regional geprägt. Mit dem neuen Namen rücken wir den Onlineshop stärker in den Mittelpunkt und schaffen gleichzeitig eine Marke, die auch international einfacher zu kommunizieren ist. Unsere Wurzeln bleiben dabei natürlich weiterhin bestehen. 

Wenn du heute zurückblickst – was war für dich der spannendste Moment? 

Es gab viele spannende Momente. Besonders beeindruckend war für mich zu sehen, wie sich aus einer Idee Schritt für Schritt ein funktionierendes Unternehmen entwickelt hat. Wenn man einmal angefangen hat und merkt, dass Dinge funktionieren, entsteht eine ganz besondere Dynamik. Plötzlich kommen neue Ideen, neue Möglichkeiten und auch neue Herausforderungen dazu. Und genau das macht den MR-Shop aus. 

Zum Schluss noch die Frage: Wie geht es weiter? 

Stillstand gibt es bei uns nicht. Wir wollen den MR-Shop auch in Zukunft weiterentwickeln – mit neuen Produkten, neuen Märkten und neuen Ideen. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass man mit Mut, Ausdauer und einem guten Team sehr viel erreichen kann. Und deshalb freuen wir uns darauf, den nächsten Abschnitt dieser Geschichte zu schreiben.