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Seit dem Jahr 2015 tritt die Afrikanische Schweinepest (ASP) immer wieder in verschiedenen Ländern der EU auf und breitet sich zunehmend in Europa aus. Im September 2020 wurde erstmals ein Fall in Deutschland, genau genommen in Brandenburg, bestätigt. Bisher waren hier nur Wildschweine betroffen und Hausschweine blieben bis dato verschont.

Dennoch waren die Auswirkungen auf den Schweinemarkt bzw. die Preise für Schweinefleisch in Deutschland deutlich spürbar. Denn sofort nach der Bestätigung des ASP-Falls von offizieller Seite verhängten Japan, China und Südkorea Importstopps für Schweinefleisch aus der Bundesrepublik. Wenig später folgten Brasilien und Argentinien. Daher machen sich viele deutsche Landwirte erhebliche Sorgen um ihre Existenz.

Die Afrikanische Schweinepest ist eine schwerwiegende Virusinfektion, die sowohl Haus- als auch Wildschweine betrifft. Für den Menschen stellt sie keine Gefahr dar, für Schweine verläuft sie hingegen in der Regel tödlich. Daher handelt es sich um eine anzeigepflichtige Tierseuche, die umgehend gemeldet werden muss, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Hat sich ein Tier mit dem Erreger angesteckt, so entwickelt es sehr schwere Allgemeinsymptome, die allerdings unspezifisch bleiben. Rasch stecken sich auch die anderen Tiere des Bestandes an und erkranken ebenfalls. Damit ist der gesamte Schweinebestand und schlimmstenfalls die Existenz des ganzen Betriebs in Gefahr, denn die zuständige Behörde kann die Keulung des vollständigen Schweinebestandes anordnen. Im schlimmsten Fall ist von dieser schwerwiegenden Maßnahme nicht nur der eigene Betrieb betroffen, sondern abhängig von den Umständen auch der Nachbarbetrieb.

Die Übertragung der vor allem unter Landwirten gefürchteten Krankheit erfolgt meist durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren über deren Sekret, Sperma, Blut, wobei letzteres den effizientesten Übertragungsweg darstellt. Allerdings kann der Erreger auch auf indirektem Weg weitergegeben werden, zum Beispiel durch Speiseabfälle oder Schweinefleischerzeugnisse. Möglich ist die Übertragung auch über Fahrzeuge, landwirtschaftlich genutzte Geräte und Maschinen sowie Kleidung und andere kontaminierte Ausrüstungsgegenstände.

Auf Grundlage der Schweinehaltungshygieneverordnung sind sowieso gewisse Hygienemaßnahmen im betrieblichen Ablauf der Schweinebetriebe gesetzlich vorgeschrieben. Diese garantieren bereits ein hohes Maß an Hygiene. Doch in Zeiten einer akuten Bedrohung durch die Afrikanische Schweinepest gilt es, die betriebliche Biosicherheit noch sorgfältiger als sonst einzuhalten, um den eigenen Bestand und damit das Überleben des Betriebs zu schützen.

Welchen Schutz gibt es?

Afrikanische Schweinepest

Glücklicherweise gibt es eine Anzahl von Möglichkeiten, mit der Landwirte ihren wertvollen Nutztierbestand vor Gefahren von außen schützen können. Eine besonders bedeutende Rolle spielen dabei Umzäunungen. Sie verhindern nicht nur, dass die eigenen Schweine weglaufen, sondern auch, dass andere Tiere auf das Gelände eindringen können. So kann ein Kontakt zwischen infizierten Tieren und den eigenen, gesunden Schweinen vermieden werden.

Außerdem spielt eine ordnungsgemäße Einfriedung eine wichtige Rolle, wenn der Bestand trotz ausgiebiger Hygienemaßnahmen doch von der Afrikanischen Schweinepest getroffen werden sollte. Denn nur wenn eine solche Einfriedung des Betriebes – neben weiteren Voraussetzungen – gegeben ist, kann der Landwirt Schadensersatz durch die Tierseuchenkasse, kurz TSK, geltend machen. Der Betreiber des Hofes muss also zuverlässig sicherstellen, dass kein an der Afrikanischen Schweinepest erkranktes Tier zu seinem eigenen Tierbestand gelangen kann. Verstößt der Landwirt gegen die Vorlagen der Tierseuchenkasse, so können die Entschädigungszahlungen deutlich gekürzt werden oder im schlimmsten Fall ganz entfallen. Das kann den Untergang der gesamten Existenz bedeuten.

Darum ist es besonders in Zeiten einer Bedrohung durch die Afrikanische Schweinepest im Interesse eines jeden Landwirtes, der Schweine in seinem Nutztierbestand hat, eine geeignete Umfriedung seines Betriebs zu haben. Hierfür bieten sich speziell unsere Doppelstabmattenzäune an. Diese schützen Ihre Tiere und damit Ihren Betrieb zuverlässig vor einem möglichen Eindringen infizierter Tiere. Natürlich haben wir auch noch andere Zäune in unserem Online-Shop. Rufen Sie uns gerne an. Dann beraten wir Sie ausführlich dazu, wie auch Sie Ihren wertvollen Tierbestand mithilfe unserer Zäune wirkungsvoll schützen können.

Aktuelle Fälle

Die afrikanische Schweinepest ist in Polen kaum in den Griff zu bekommen. Die Oberste Veterinärbehörde berichtet, dass von Januar 2020 bis Ende September 2020 bereits insgesamt 98 Agrarbetriebe aufgrund der ASP gesperrt werden mussten – mehr als doppelt so viele wie im Jahr 2019.

Aber leider werden auch in Deutschland seit September 2020 immer mehr Fälle bekannt. Da hauptsächlich Brandenburg betroffen ist, vermutet man, dass die erkrankten Wildschweine aus Polen kamen. Mitte November 2020 wurden bereits 150 bestätige Fälle in Deutschland gemeldet.

So reagieren die Bundesländer

Um eine weitere Ausbreitung zu vermeiden, forderte der Landesbauernverband Brandenburg eine feste Zaunanlage an der Grenze zu Polen. Am 24.09.2020 begann Brandenburg mit dem Bau eines Wildzauns. Mecklenburg-Vorpommern macht schon seit Juli ernst und errichtet einen Zaun aus Drahtknotengeflecht an der deutsch-polnischen Grenze. Auf dem 80 m langen Strandabschnitt in Ahlbeck soll ein 1 m hoher Doppelstabmattenzaun die Einschleppung des Virus verhindern. Sachsen begann bereits im Januar mit dem Bau des insgesamt 128 km langen Elektrozauns.