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Kippbehälter für Gabelstapler, auch Staplerkipper genannt, gehören aufgrund ihres breiten Einsatzspektrums zu den meistgenutzten Anbaugeräten. Schließlich fallen Güter, die sich nicht auf zwei Staplerzinken transportieren lassen, in nahezu jedem produzierenden und weiterverarbeitendem Betrieb an. Allen voran sind das Schüttmaterialien, für die entsprechend geschlossene Muldenbehälter erforderlich sind. Der MRWL macht anhand einiger Beispiele deutlich, welche Modell-Unterschiede bestehen und was beim Kauf generell zu beachten ist.

Der Staplerkipper nimmt es mit jedem Inhalt auf

Dem sinnvollen Einsatz von Staplerkippern sind beim beförderten Material praktisch keine Grenzen gesetzt. Die Spannbreite reicht von Baumaterialien wie Sand, Kies und Zement über Produktionsgrundstoffe wie Kunststoffgranulate bis hin zu landwirtschaftlichen Produkten wie Futtermitteln und Ernteerzeugnissen. Umgekehrt können Sie ebenso Rest- und Wertstoffe jeder Form und Konsistenz in den Kippbehältern sammeln und entsorgen. Angefangen bei Schlachtabfällen über Späne und Kartonagen bis hin zu Glas, Bauschutt und Elektronikschrott. Sogar liquide Substanzen lassen sich darin sammeln – sofern eine vollverschweißte und feuerverzinkte Variante gewählt wird.

Setzen Sie beim Kippbehälter auf Markenqualität

Gleich vorneweg ein wichtiger Tipp: Machen Sie keine Abstriche bei der Kippbehälter-Qualität. Staplerkipper müssen durch die ständige Nutzung, den Transport und die Leerung dauerhaft enormen Belastungen standhalten. Minderwertiger oder dünner Stahl, schlechte Schweißnähte oder instabile Mechaniken führen nicht nur dazu, dass der Behälter schnell unbrauchbar wird. Er stellt ebenso eine erhebliche Gefährdung für die Arbeitssicherheit dar.

Nicht immer sind kurzlebige Kippbehälter sofort erkennbar. Vertrauen Sie deshalb am besten auf langjährig bewährte Markenprodukte, wie in unserem Fall auf den deutschen Hersteller BAUER Südlohn.

Foto BAUER Kippbehälter GU 500 im Einsatz

Stapler-Kippbehälter Gemeinsamkeiten

So sehr sich die Kippbehälter für Stapler in Größe, Form und Detailfunktion auch unterscheiden, weisen Sie dennoch einige Gemeinsamkeit auf. Dazu zählen:

Die Grundkonstruktion

Wie die Bezeichnung schon verrät, sind die Kippbehälter speziell für das Zusammenspiel mit Flurförderfahrzeugen ausgerichtet. Sie verfügen also über ein stabiles Grundgerüst mit mindestens zwei geschlossenen Einfahrtaschen, um sie bequem mit den Gabelzinken aufnehmen zu können. Zudem bringen sie eine dicke Sicherheitskette mit, die um den Gabelträger geschlungen wird, um ein Abrutschen des Kippbehälters zu vermeiden.

Eine breite Farbpalette

Weiterhin können Sie bei praktisch allen Modellen zwischen den Farbvarianten Gelborange (RAL 2000), Feuerrot (RAL 3000), Lichtblau (RAL 5012), Resedagrün (RAL 6011) und Mausgrau (RAL 7005) wählen. So lassen sich beispielsweise im Falle des Einsatzes mehrerer Kippbehälter äußerliche Unterscheidungsmerkmale für verschiedene Inhalte schaffen. Die Farben sind pulverbeschichtet eingebrannt und sorgen damit bereits für eine hervorragende Schlag- und Korrosionsstabilität.

Foto Farbauswahl Kippbehälter für Stapler

Mögliche Feuerverzinkung

Wird der Kippbehälter vor allem in Außenbereichen eingesetzt und muss Regen, Schnee und Eis überdauern, können Sie Ihren Kippbehälter auch in einer feuerverzinkten Ausführung erhalten. Diese bietet sich ebenfalls an, wenn feuchte Stoffe, beispielsweise aus der Lebensmittelindustrie, das hauptsächliche Füllgut sind. Die feuerverzinken Varianten rosten nicht und lassen sich leicht reinigen. Wollen Sie zudem erreichen, dass die Flüssigkeiten vollständig im Staplerkipper verbleiben, gibt es absolut öl- und wasserdicht verschweißte Sonderausführungen.

Unterscheidungskriterien für Staplerkipper

Um den für Ihre Bedürfnisse idealen Kippbehälter zu finden, empfehlen wir, bei der Wahl folgende Kriterien zu berücksichtigen. Im Weiteren werden wir die einzelnen Punkte noch näher ausführen.

  1. Beschaffenheit des Schüttguts: flüssig, feucht, trocken, fein, grob, großteilig
  2. Schüttgutmenge und Gewicht
  3. Aufstellungsort / Platzbedarf: innen, außen, unter Maschinen
  4. Kippmechanismus: umklappend, abrollend
  5. Art der Entriegelung: Zugseil, automatisch/Selbstkipper, Hydraulik
  6. Notwendiges Zubehör: Deckel, Schieberollen, Anhängervorrichtung

1. Schüttgut-Beschaffenheit

Von der Beschaffenheit des Schüttguts hängen unter anderem die Größe, Bauform und auch Schüttmechanik des Staplerkippers ab. Feines und trockenes Schüttgut wie Sand oder Granulat lässt sich sehr gut in einem hochgezogenen Kippbehälter mit langer Ausgussschräge wie dem NK 30 manövrieren und entleeren, da es in dieser Schaufelform leicht aus dem Behältnis rieselt. Durch die Schrägwand sinkt allerdings auch das einfüllbare Volumen im Verhältnis zur Gesamtgröße.

Bei liquiden Materialien wählen Sie eher ein tiefes Wannendesign, um den Schüttverlust beim Transport gering zu halten. In beiden Fällen empfiehlt sich zudem eine möglichst hohe Schüttkante, da die niedrigste Wand zugleich die höchstmögliche Füllmenge festlegt. Hinzu kommen, wie bereits zuvor erwähnt, bei Bedarf feuerverzinkte und/oder flüssigkeitsdicht verschweißte Wannenkörper, um Rostbildungen und Flüssigkeitsdurchbrüche zu vermeiden.

Foto Kippbehälter NK 30 im Einsatz

Bei grob- und großteiligen bis sperrigen Elementen wie Hölzern, Kartonagen, Bauschutt u. ä. wählen Sie gerne eine niedrige Schüttkante, wie ihn der GU 2000 repräsentiert. Denn häufig werden die Inhalte (z. B. Rest- / Recyclingstoffe) dort auch von Hand eingefüllt. Zudem müssen die häufig massiven und sich gegenseitig stabilisierenden Inhalte beim Entleeren dann keine hohe Schwelle überwinden.

2. Schüttgutmenge und Gewicht

Die Schüttgut-Beschaffenheit wiederum steht mit der regelmäßig anfallenden Schüttgutmenge und deren Gewicht in Zusammenhang. Beide sollten Sie vor dem Kauf mit Blick in die Zukunft realistisch bestimmen. Planen Sie einen ausreichenden Puffer ein, damit auch Mengenspitzen nicht zum Problem werden. Ein deutlich zu groß gewählter Kippbehälter kostet hingegen nur unnötig viel Geld, raubt wertvolle Stellfläche und belastet das Staplergerät.

Foto Großraum-Kippbehälter  BKC 400

Mitunter sind mehrere kleine, klug verteilte Staplerkipper sogar sinnvoller als ein mächtiger Behälter, da sie von verschiedenen Punkten im Betrieb schnell erreichbar sind und separat geleert werden können. Diese Schüttgutverteilung macht auch dann Sinn, wenn Sie mit äußerst schweren Inhalten wie Metallen arbeiten und Ihr Staplergerät einen gefüllten Großraum- oder Schwerlastkipper gar nicht bewältigen kann.

Bei sehr flächigen und sperrigen Inhalten oder in Unternehmen mit hohem Schüttgutaufkommen ist es natürlich unvermeidlich, Großvolumen- oder Schwerlastkipper wie den BKC 400 bzw. SK 900 einzusetzen. Entsprechend sollte das Flurförderfahrzeug sowohl die Größe als auch das Maximalgewicht (Eigengewicht plus Einfüllgewicht) mühelos stemmen können.

3. Aufstellungsort

Nutzen und lagern sie den Kippbehälter vornehmlich draußen oder in Innenräumen bzw. unter Dach? Und wie viel Stellfläche steht dort zur Verfügung? Vielleicht muss er sogar vor oder unter eine Maschine passen, um Reststoffe direkt aufzunehmen?

Von der Beantwortung dieser Fragen hängt zum einen ebenfalls ab, welche Höhe, Breite und Länge ihr Staplerkipper aufweisen muss. Tatsächlich gibt es sie in allen erdenklichen Formaten und Bauformen: von großflächig und niedrig wie den Mini-Kippbehälter MGU 610 bis zu kurz und breit im Stile des BK 150.

Zur ultimativen Rostbeständigkeit im Falle einer Außenaufstellung haben wir bereits im Absatz Feuerverzinkung alles Wichtige erwähnt. Sie wird bei den von uns angebotenen Staplerkippern nach DIN ISO 461 durchgeführt und ist durch den Metallauftrag sowohl etwas schwerer als auch teurer als eine Farbversion.

Foto niedriger Mini-Kippbehälter MGU 610

4. Kippmechanismus

Ein Großteil der Kippbehälter kann wahlweise mit einem einfachen Umklapp-Mechanismus oder mit einem Abrollmechanismus bestellt werden. Ersterer Konstruktionsweise folgt unter anderem der GU-RZ 55, der den Inhalt durch einfaches Umstürzen mit einem Male auskippt. Hingegen entlässt der Abrollmechanismus beispielsweise des AK 50 das Material langsam aus der Mulde gewährt dadurch eine zielgenauere Restkontrolle über den Schüttprozesses.

Foto Kippbehälter GU RZ 55 mit Klappmechanismus
Kippbehälter AK 50 mit Rollmechanismus

Ein Abrollkipper bietet somit vor allem bei feinen, liquiden und empfindlichen Inhalten einen erheblichen Vorteil. Zudem belastet das Abrollverfahren den Staplermast weniger und lässt die Kippmulde fast selbstständig in die aufrechte Ausgansposition zurückschwingen. Im Gegenzug ist er aufgrund der aufwändigeren Konstruktion teurer. Der günstigere Klappmechanismus ist völlig ausreichend, wenn Sie es mit eher groben Materialien und Reststoffen umgehen, die nicht vorsichtig umgefüllt werden müssen. Das harte Umklappen ist sogar dann von Vorteil, wenn der Inhalt haftender Natur ist und durch den Schlack von Boden und Wänden gelöst wird.

5. Art der Entriegelung

Standardmäßig wird der Klapp- oder Abrollmechanismus von Hand durch ein Stahlseil ausgelöst, das von einem Staplerkipper wie dem GU-500 bis in die Fahrerkabine führt. Ein beherzter Zug reicht aus, um den Mechanismus in jeder Höhe zu entsichern und den Kippvorgang zu starten.

Foto Automatischer Kippbehälter im Einsatz

Vereinzelte Staplerkipper wie der 4A 900 sind alternativ mit einem automatischen Auslösemechanismus ausgestattet. Diese sogenannten Selbstkipper besitzen am Grundrahmen 3 Entriegelungspunkte (1 Stoßpunkt auf der Front, 2 Dorne an der Unterseite), die durch Berührung beispielsweise mit der Oberkante eines Großcontainers den Kippmechanismus auslösen.

Bei Schwerlastkippern wie dem SK 2100 sind aufgrund der gewichtigen Inhalte massive Entriegelungsfüße verbaut. Sie werden stempelartig auf den Großcontainerrand gesetzt, um den Kippmechanismus zu entriegeln.

Wie beim Seilzug muss der Staplerfahrer den Sitz nicht verlassen. Voraussetzung ist ausreichend fahrerisches Geschick; zudem lässt sich der Mechanismus nicht in jeder beliebigen Höhe auslösen – eben nur dort, wo ein stabiler Gegenpunkt vorhanden ist.

Als dritte Option bietet sich im Einzelfall die hydraulische Entriegelung an. Die damit ausgestatteten Kippbehälter wie der BKC-H 300 verfügen über die erforderlichen zwei Schläuche inklusive Schnellanschlüssen, die mit dem Hydrauliksystem des Staplers verbunden werden.

Für den etwas höheren Installationsaufwand gewinnt man ein deutliches Plus an Bedienkomfort. Die Hydraulik wird vom Fahrersitz aus gesteuert, wobei der Inhalt vorsichtig aus der Kippermulde entlassen werden kann. Der hydraulische Kippbehälter bietet sich insbesondere beim Umgang mit großen Volumen und schweren Inhalten an.

Foto Kippbehälter BKC-H 300 mit Hydraulik

5. Notwendiges Zubehör

Sofern Sie die Inhalte Ihres Kippbehälters schützen müssen – sei es vor Witterungseinflüssen, innerräumlichen Schmutzeintragungen oder den Zugriff durch unbefugte Personen – sollten Sie darauf achten, dass eine maßgeschneiderte und gegebenenfalls verschließbare Abdeckung für Ihr Modell erhältlich ist.

Kippbehälter BK 50 mit verzinkter Abdeckung

Die Deckel ermöglichen ebenso den gesicherten Transport über weitere Strecken. Für praktisch alle im mr-shop erhältlichen Staplerkipper bieten wir passende und stets vollverzinkte Originaldeckel von BAUER an. Prüfen Sie im Bedarfsfalle bei anderen Anbietern und Herstellern besser vorab, ob das auch für Ihre Kippbehälter-Modell gilt – vor allem, wenn es sich um eine Sonderausführung handelt.

Ein weiteres sinnvolles Zubehör sind Rollensätze in unterschiedlichen Größen. Um Ihren Kippbehälter auch ohne Flurförderer in alle Richtungen manövrieren und sicher abstellen können, sollten diese dem Maximalgewicht entsprechend stabil, frei beweglich sowie mit einer Feststellbremse ausgestattet sein.

Bringen Sie zudem eine Anhängervorrichtung mit Deichsel an, um einen oder mehrere verkettete Kippbehälter ziehen zu können. Auch diese sind für alle BAUER-Kipper verfügbar.

Kippbehälter für Spezialaufgaben

Neben den klassischen Staplerkippern gibt der Markt ein breites Spektrum an Spezial-Kippbehältern für Stapler her. So zum Beispiel Späne- und Minispäne-Ausführungen, die über ein eingebautes Trennsieb und einen Ablasshahn verfügen, um das bei der Zerspanung genutzte Öl-Wasser-Gemisch abzuscheiden. Speziell für die Wertstofftrennung haben sich Mehrkammer-Staplerkipper wie der DUO und TRIO bewährt. Sie vereinen 2 bzw. 3 farblich trennbare Einzelmulden auf einem Staplergestell, die sich mittels Entriegelungsstab von Hand separat ausschütten lassen. Ebenso sind Kippbehälter mit Rundöffnung wie der RD 750 verfügbar. Sie besitzen am Werk einen wasserdichten Schiebedeckel für besonders wertvolle, feuchtigkeitsempfindliche oder rein zu haltende Stoffe. 

Foto Späne-Kippbehälter KM 30 mit Ablasshahn
Foto Dreikammer-Kippbehälter TRIO
Foto Kipp-Rundbehälter RD 750 mit Schwenkdeckel

Lassen Sie sich persönlich beraten

​Um den exakt für Ihren Zweck passenden Kippbehälter zu finden, können Sie uns jederzeit unter der Nummer 02574 / 88 37 840 anrufen oder per Kontaktformular anschreiben. Unsere Experten für Stapleranbaugeräte beraten Sie umfassend und unverbindlich. So können Sie auch gleich klären, ob ein nicht aufgeführtes Modell, eine bestimmte Feature-Kombination oder eine individuell angepasste Ausführung verfügbar wäre. In vielen Fällen ist das möglich. Wir freuen uns auf Ihren Kontakt!