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Sickersäfte unterliegen strengen wasserschutzrechtlichen Vorgaben und sind ordnungsgemäß aufzufangen. Im mr-shop bieten wir verschiedene Varianten für unterschiedliche Einsatzbereiche an. Heute stellen wir eine Praxisanwendung auf einem Rinderbetrieb vor, auf dem im Zuge eines Siloplattenbaus ein Sickersaftbehälter mit 10.000 Litern Auffangvolumen eingebaut wurde.
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Strenge Vorschriften bei der Silagelagerung

Die Silagelagerung auf landwirtschaftlichen Betrieben bringt einige wasserrechtliche Vorschriften mit sich. Der entstehende Gär- und Sickersaft, der während des Einlagerns, des Silierprozesses und der Entnahme entsteht, sowie das kontaminierte Niederschlagswasser, dürfen nicht in das Erdreich gelangen, da das zu Verunreinigungen von Boden und Grundwasser führen kann. Um nachteilige Bodeneintragungen zu vermeiden, besteht die Pflicht, den Silagesickersaft umweltgerecht zu sammeln. Da der Saft aber wichtige Pflanzennährstoffe enthält, zählt er als Wirtschaftsdünger und kann später im Rahmen der Düngemaßnahmen z.B. mit Gülle vermischt auf den Feldern ausgebracht werden.

Sickersaftbehälter für Bullenbetrieb

Der Landwirt, auf dessen Hof wir heute zu Gast sind, hält auf seinem Betrieb Bullen und Schweine. Die Gras- und Maissilage zur Fütterung der Rinder wird in einem wasserdichten und gegen Gärsäure beständigen Fahrsilo gelagert. Zur Komplementierung der sachgerechten Lagerung des Siliergutes benötigte er im Sommer 2020 einen entsprechenden Behälter zum Auffangen des entstehenden Sickersaftes.

Produktkatalog des mr-shops half bei der geeigneten Auswahl

Dem Landwirt lag der Katalog des MRWL vor, in dem verschiedene Produkte zum Auffangen des Sickersaftes aufgeführt sind. In einem kostenlosen Beratungsgespräch mit der Vertriebsabteilung des MRWL besprach er seine Möglichkeiten. Wichtig war ihm vor allem, dass die Tragfähigkeit des Behälters, der unterirdisch verbaut werden sollte, so hoch ist, dass er ihn auch mit sehr schweren Maschinen, die z. B. bei der Maisernte zum Einsatz kommen, überfahren kann. Diesen Punkt erfüllt der Sickersaftbehälter von Graf – denn den Domschacht dieses Sickersaftbehälters gibt es in einer extra starken Variante, die auf Lkw-Befahrbarkeit ausgelegt ist. Der Landwirt entschied sich deshalb für den Behälter der Firma Graf. Da die Vorschriften lauten, eine Behältergröße von mindestens 3 % der Silagemenge zu wählen, legte er sich außerdem auf den großen Behälter mit einem Fassungsvermögen von 10.000 Litern fest.

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Bild: Über dem Tank entsteht die Rangierfläche – noch ist der Domschacht zu sehen

Fachfirma hilft bei der Nivellierung

Die Lieferung des Sickersaftbehälters erfolgte nach Bestelleingang durch einen Spediteur. Um den Behälter unterirdisch verbauen zu können, hat der Landwirt durch eine ortsansässige Firma ein passendes Loch im Boden ausheben lassen. Die Entfernung zur Siloplatte beträgt in etwa 70 Meter. Damit das ungehinderte Ablaufen des Sickerwassers gewährleistet ist, musste über diese Strecke ein gleichmäßiges Gefälle hergestellt werden. Da die von ihm beorderte Firma ein entsprechendes Nivelliergerät besaß, überließ er dies lieber den Fachleuten, anstatt selbst Hand anzulegen.

 

Sickersaftbehälter Graf

Wussten Sie, dass ….

  • der Auffangbehälter in den Größen 2.700 Liter, 3.750 Liter, 4.800 Liter, 6.500 Liter, 8.500 Liter oder 10.000 Liter erhältlich ist?
  • er ebenfalls für häusliches Abwasser oder zur Regenwassernutzung einsetzbar ist?
  • er mit einem Mini-Domschacht, Maxi-Domschacht, Guss-Domschacht oder LKW-Domschacht verfügbar ist?
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Bild: Ausgleichsring und Gullydeckel wurden vom Landwirt besorgt

Abdeckung des Sickersaftbehälters fehlte

Mit einem Gewicht von 455 kg ist der Sammelbehälter für Sickersaft relativ leicht und gut händelbar. Das machte sich beim späteren Einbau bemerkbar: mithilfe von ein paar Spanngurten und eines Baggers konnte der Bullenmäster den Behälter problemlos selbst in das Loch einsetzen.
Dabei fiel ihm jedoch auf, dass etwas zur Fertigstellung fehlte: Der auf dem Behälter aufgesetzte Domschacht besaß, außer einem provisorischen Deckel, keine feste Abdeckung. Nach Rücksprache mit den Beratern des mr-shops, stellte sich heraus, dass der Landwirt zum Verschließen des Domschachtes, eigenständig einen passenden Betonausgleichsring sowie den Gullydeckel hätte besorgen müssen. Dem Landwirt ist das nicht bewusst gewesen: „Ich bin davon ausgegangen, dass alles dabei ist. Mir war nicht klar, dass ich den Ring und den Deckel selbst besorgen muss.“ Glücklicherweise hatte er Passendes aber noch auf seinem Betrieb vorrätig und somit direkt zur Hand.

Kosten einsparen bei der Besorgung von Zusatzteilen

Es gibt einen guten Grund dafür, warum die Abdeckung des Behälters, bestehend aus dem Ausgleichsring sowie dem Gullideckel, nicht mitgeliefert wurde. Da beides aus Beton besteht, sind diese Produkte sehr schwer – das Gewicht würde die Speditionskosten extrem in die Höhe treiben. Diese Teile sind in jedem Baumarkthandel erhältlich und so ist es demzufolge ein leichterer und vor allem sehr viel günstiger Weg, wenn sich der Kunde um die Beschaffung dieses Zubehör selbst kümmert. Der Landwirt kann das Argument verstehen, wünscht sich aber für das nächste Mal, dass bei solchen Fällen noch mal deutlich darauf hingewiesen wird. Dieses Anliegen ist bereits in Angriff genommen worden. Ein entsprechender Eintrag im mr-shop erfolgte direkt im Anschluss des Gespräches.

Drehbarer Domschacht sorgt für leichten Anschluss der Leitungen

Der Anschluss an die Leitungen ging hingegen wieder ohne Probleme vonstatten. Der Domschacht des Sickersaftbehälters ist drehbar, sodass er individuell zu den Anschlussleitungen ausgerichtet werden konnte. Der Rinderhalter hat zwei der Leitungen in Betrieb: eine für die Gär- und Sickersäure und eine für das kontaminierte Regenwasser. Insgesamt besteht die Möglichkeit bis zu fünf Rohre anzuschließen.

Das Produkt

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Bild: Sickersaftbehälter vor dem unterirdischem Verbau

Der Sickersaftbehälter war die richtige Wahl

Mit der Wahl des Sickersaftbehälters ist der Landwirt sehr zufrieden. Vor Einsatz des Behälters rechnete er damit, dass er ihn etwa alle drei Monate auspumpen wird. Bisher hat er ihn aber erst einmal leeren müssen. „Der Füllstand hängt sehr vom Trockenmassegehalt der zu vergärenden Silage ab“, erklärt er die unterschiedlichen Annahmen. Das Entleeren des Auffangbehälters gehe ihm zufolge sehr einfach: „Mit einem Güllefass fahre ich direkt neben den Schacht. Wenn ich den Gullydeckel geöffnet habe, hänge ich den Schlauch ein, der dann den Inhalt aufsaugt.“ Den Sickersaft bringt er anschließend zum Güllebehälter und leitet ihn dort ein. Später kann er ihn als Gemisch mit der Gülle auf seinen Flächen verteilen.

Der Landwirt resultiert den gesamten Hergang und das Produkt mit einem „Gut!“. Das Preis-Leistungs-Verhältnis finde er ebenfalls in Ordnung. Vor allem die Gespräche mit den Mitarbeitern aus dem mr-shop haben ihn überzeugt: „Ich habe die Vertriebsmitarbeiter als sehr kompetent und engagiert erlebt.“