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Das Wasserhaushaltsgesetz

Wasser ist einer der wertvollsten Rohstoffe, den die Natur uns bietet. Es ist Lebensgrundlage für Menschen, Tiere und Natur gleichermaßen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die Bundesrepublik Deutschland seinen Schutz im Grundgesetz verankert hat. Daneben gibt es noch eine Vielzahl weiterer Gesetze und Verordnungen, die den Schutz des Wassers zum Ziel haben. Dazu gehört zum Beispiel das Wasserhaushaltsgesetz (WHG), das den größten Teil des deutschen Wasserrechts darstellt. Es enthält Bestimmungen über den Schutz sowie die Nutzung von oberirdischen Gewässern, Küstengewässern und Grundwasser auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland.

In der Neufassung vom 31. Juli 2009 heißt es wörtlich:

Zweck dieses Gesetzes ist es, durch eine nachhaltige Gewässerbewirtschaftung die Gewässer als Bestandteil des Naturhaushalts, als Lebensgrundlage des Menschen, als Lebensraum für Tiere und Pflanzen sowie als nutzbares Gut zu schützen.

Damit sind zwei Arten des Schutzes gemeint. Einerseits sollen Siedlungs- und Landwirtschaftsflächen vor dem Wasser (z. B. bei Hochwasser) geschützt werden, andererseits soll aber auch das Wasser selbst geschützt werden, etwa vor Verunreinigungen oder Schäden durch wassergefährdende Stoffe. Darum regelt das Wasserhaushaltsgesetz unter anderem den Umgang mit diesen Gefahrstoffen. Dies bezieht sich nicht nur auf das Lagern, Abfüllen, Umschlagen und Herstellen der Stoffe sondern auch auf deren Behandlung und Verwendung.

Hierfür trat 2017 die Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV) als Bestandteil des WHG in Kraft. Es handelt sich hierbei um eine bundesweite Verordnung, die die zuvor geltenden Verordnungen der einzelnen Bundesländer abgelöst hat. Diese Verordnung regelt zum Beispiel die Einstufung der verschiedenen Stoffe und Gemische nach deren Gefährlichkeit. Außerdem legt sie die technischen Anforderungen an die Anlagen, die mit diesen Stoffen und Gemischen umgehen sowie die Pflichten der Betreiber einer solchen Anlage fest. Dabei umfassen die Regelungen alle Anlagen, in denen mit wassergefährdenden Stoffen umgegangen wird, egal ob Tankstelle, Raffinerie oder etwa Biogasanlage, um nur einige zu nennen.

Paragraph 62 des AwSV beschäftigt sich mit der Zertifizierung als Fachbetrieb. Diese erfolgt durch eine Sachverständigenorganisation oder eine Güte- und Überwachungsgemeinschaft. An die Auszeichnung als Fachbetrieb sind gewisse Anforderungen gebunden. Unter anderem muss in dem Betrieb eine verantwortliche Person sein, die die entsprechende Erfahrungen und Fachkenntnisse besitzt. Diese müssen zuvor vor einer zuständigen Prüfungsstelle nachgewiesen werden. Außerdem muss Personal eingesetzt werden, das über die erforderlichen Fähigkeiten für die vorgesehenen Tätigkeiten verfügt. Diese Fähigkeiten können zum Beispiel durch Schulungen von dem Hersteller der einzusetzenden Produkte erworben werden. Verlangt wird unter anderem ein umfangreiches Wissen über die Gefahrstoffe und deren Gefährdungspotenzial hinsichtlich des Wassers. Weiterhin sind Kenntnisse zum Immissionsschutz und dem Abfallrecht erforderlich.

Daraus lässt sich bereits erkennen, dass vielfältige Kenntnisse notwendig sind, damit ein Unternehmen die Zertifizierung als Fachbetrieb erhält. Umso mehr freuen wir vom Maschinenring Westfalen-Lippe uns, dass uns diese besondere Auszeichnung nun zuteil wurde. Sie bescheinigt uns nicht nur die erforderlichen Fachkenntnisse, sondern bestätigt uns auch in unserem Bestreben, unser Wissen stetig zu erweitern. Unser Personal ist darauf geschult, unsere Kunden auch in diesem Bereich kompetent beraten zu können. So sind wir in der Lage, all Ihre Fragen zu beantworten und bei Ihren vielfältigen Anliegen fachkundig zu unterstützen. Rufen Sie uns gerne für eine ausführliche Beratung an. Wir freuen uns auf Sie!